RESOLUTIONS: HOW TO KEEP THEM

Wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, sind sie meist auch nicht weit: Neujahrsvorsätze. Gesünder essen, abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, freundlicher sein – all das bzw. ähnliche Dinge nehmen sich so viele Millionen Menschen jedes Jahr auf’s Neue vor.

Und scheitern leider, mich eingeschlossen, nicht selten an der Umsetzung.

Der Zeitpunkt ist dann doch unpassend, morgen ist doch auch noch ein Tag – so dümpelt man dahin, weitere 12 Monate lang, bis das Spielchen auf ein Neues beginnt. Nicht besonders zielführend. Und das ist den Meisten von uns höchstwahrscheinlich auch bewusst.

Weniger ist häufig mehr – kleine Etappenziele stecken

Aber was kann man tun, um diesem Teufelskreis zu entgehen? Die Lösung lautet wie so oft: Kleine Schritte sind der Weg zum Ziel. Sich große Ziele zu einem bestimmten Datum zu setzen mag zwar anfangs motivierend wirken. Wenn es dann aber nicht auf Anhieb klappt, folgt meist die Ernüchterung und man verliert den Spaß daran. Und der ist doch eigentlich das Wichtigste an dem Ganzen: Man soll sich mit seinen Entscheidungen wohlfühlen und sie gerne umsetzen.

In diesem Beitrag habe ich ein paar Tipps mit euch geteilt, wie man mit wenig Aufwand ein ethisch korrekteres Leben führen kann – heute möchte ich ein paar Ratschläge in Sachen gute Vorsätze und deren Umsetzung geben. Alles natürlich wie immer ausschließlich basierend auf meinen eigenen Erfahrungen, ganz ohne Tadel und Besserwisserei.

Vorsatz 1: Die eigene Produktivität verbessern

Denkt daran: Kleine Schritte!

Manchmal braucht man einfach ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Da kann es helfen, 15-20 Minuten früher als sonst aufzustehen, sich ausgiebig zu räkeln und zu strecken, das Sonnenlicht hereinzulassen, sich ein wenig eiskaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen und bei einer großen Tasse Tee oder Kaffee entspannt in den neuen Tag zu starten, ganz ohne Hast und Druck.

Was auch besonders hilfreich sein kann, wenn man einfach ‘mal feststeckt und keine guten Ideen mehr hat: Sich ein (meist recht günstiges) Onlineseminar zu einer Thematik, die beruflich für einen wichtig ist oder für die man sich interessiert, gönnen. Gibt neuen Input und kann helfen, über kleinere Schaffenskrisen hinwegzukommen.

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Ich kann außerdem überhaupt nicht kreativ oder produktiv sein, wenn in meinem Arbeitsumfeld Chaos herrscht. Schätzungsweise geht es auch vielen Anderen so, also: Schreibtisch sortieren, Pflanzen wieder gießen und auf Vordermann bringen, Fenster putzen – es gibt so Einiges, das unterbewusst wahrgenommen, negative Auswirkungen auf unsere Produktivität haben kann.

Vorsatz 2: Gesünder essen

In unserer schnelllebigen, oft stressigen Zeit wohl einer der am schwersten umzusetzenden Vorsätze. Nur zu leicht wird man vom köstlich duftenden Fast-Food-Lokal verführt, sich das Werkeln am eigenen Herd und anschließendes Putzen zu ersparen.

Wie kann man es also dennoch schaffen, gesünder zu essen?

Was wirklich funktioniert, wenn man sich abends noch ein wenig Zeit nimmt: Vorkochen bzw. Vorbereiten.

Seien es die Overnight Oats für ein reichhaltiges Frühstück oder der CousCous-Salat als gesundes Lunch für die morgige Mittagspause: Abends ein paar Minuten Arbeit investiert und schon kann man sich tags darauf über ein leckeres Essen mit Mehrwert freuen.

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Eine selbst auferlegte Regel, die für mich ziemlich gut funktioniert: Für jede gekaufte Süßigkeit müssen auch 2 Gemüsesorten in den Einkaufskorb. Also kommen etwa auf eine Tafel Schokolade eine rote Paprika und eine Zucchini. Die werden dann Teil des Abendessens – und mein schlechtes Gewissen beim Genuss der Schokolade danach hält sich in Grenzen.

Außerdem wichtig: Vermeidet es, mit leerem Magen einkaufen zu gehen. Heißhungrig landet nur allzu schnell der Schokoriegel oder die Tüte Chips im Einkaufskorb. Wenn die letzte Mahlzeit schon länger zurückliegt und gerade nichts zu Snacken vor dem Einkauf zuhause ist: Ein großes Glas Wasser tut es auch, um den ersten Heißhunger zu stillen.

Und wieder: Nicht übertreiben! Mehr Gemüse essen, Zucker vermeiden, ungesunde Fette verbannen, Milchprodukte streichen – wer all diese Änderungen abrupt durchführen will, wird sich eventuell rasch überfordert fühlen und aus Frust wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Außerdem: Sich komplett zu kasteien ist nicht Sinn der Sache und macht, wenn man nicht zu hundert Prozent dahinter steht, auch sehr wenig Spaß.

Vorsatz 3: Ein besserer Mensch sein

Was sich erstmal wahnsinnig schwer anhört, kann prinzipiell ganz einfach sein, wenn man keine überspitzten Ansprüche an sich selbst hat.

Eine Zeit lang habe ich versucht, mindestens 3 gute Taten pro Woche zu vollbringen. Das können Kleinigkeiten sein, wie einer alten Dame  mit Trolley in die Straßenbahn zu helfen oder auch ab und zu größere, wie die Futterspende an ein örtliches Tierheim. Wichtig dabei war mir immer: Es soll jemandem anderen das Leben erleichtern bzw. eine kleine Freude machen und ich soll mich wohlfühlen damit. Wenn es sich also eine Woche lang nicht angeboten hat, 3 gute Taten zu vollbringen, habe ich nicht krampfhaft versucht, auf mein Pensum zu kommen.

Die Zahl 3 war nur ein Richtwert, damit ich das Gefühl habe, es verändert sich etwas und ich versuche mein Bestes. Übrigens zählt wirklich jede Kleinigkeiten: Auch das kurze Lächeln, das man einem bzw. einer Fremden in der U-Bahn schenkt!

Vorsatz 4: Sich schlechte Angewohnheiten abgewöhnen

Rauchen, übermäßiger Alkohol-Konsum, zu viel Fernsehen oder Schokoladensucht: Diese Angewohnheiten sind insofern schwierig zu verbannen, als dass sie eben die Eigenschaft haben, Angewohnheit zu sein: Man hat sie sich also über eine lange Dauer angewöhnt, in den Alltag integriert. Da der Mensch bekannterweise in vielerlei Hinsicht ein Gewohnheitstier ist und sich nur ungern aus seiner Komfortzone bewegt, bleiben diese ungeliebten Angewohnheiten häufig weiterhin das was sie sind.

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Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist es aber möglich, sich diese durch ein wenig Konsequenz wieder abzugewöhnen.

Der erste Schritt kann sein, Situationen zu vermeiden, in denen man wieder in diese Verhaltensweisen zurückfallen würde. Es wird sich einfach gestalten, weniger Alkohol zu konsumieren, wenn man nicht mehr 3x die Woche fortgeht.

Klar, Freunde zu treffen und eine schöne Zeit mit ihnen zu verbringen macht Spaß, aber wie wär’s einfach ‘mal mit einem entspannten Spieleabend? Oder einem Beauty-Day mit der besten Freundin? Die Energie, die man am nächsten Tag verspürt, spornt gleich dazu an, dies öfter so zu handhaben, anstatt sich ständig die Nächte um die Ohren zu schlagen.

Wer sich jeden Abend mit eckigen Augen vom zu vielen Fernsehen im Bett wieder findet, kann einfach probieren, eine Stunde Fernsehen gegen eine Stunde Lesen auszutauschen. Das beruhigt außerdem innerlich und eine erholsamere Nacht ist die positive Folge.

Wem ein überquellender Kleiderschrank die morgendliche Outfit-Wahl schwer macht, dem hilft vielleicht die neu entdeckte Liebe zum Verkaufen von Schrankleichen auf dem Flohmarkt.

Ablenkung und spannende neue Interessen sind der beste Weg, sich von schlechten Angewohnheiten zu verabschieden. Und wenn man erst einmal Freude daran gefunden hat, fällt es auch gar nicht mehr schwer, dieses neue, selbstbewusstere und gewissenhaftere Ich beizubehalten.

Vorsatz 5: Mehr Sport treiben

Für alle, die den ganzen Tag arbeiten müssen ein besonders leidiges Thema: nach der Arbeit noch den Elan zu haben, sich körperlich zu betätigen. “Hartgesottene” schaffen es sogar, sich vor der Arbeit aufzuraffen und noch eine Runde um den Block zu joggen – was aber wenn man nicht zu dieser Fraktion gehört?

Step by step lautet auch hier wieder die Devise. Wer bedingt durch seinen Job viel sitzt, sollte mit leichter Bewegung in der Freizeit beginnen – die altbekannten Treppen statt dem Fahrstuhl, das Rad statt dem Auto oder etwas mehr Zeit einplanen und ‘mal zur Fuß zur Arbeit marschieren. Mehr Bewegung, die sich leicht in den Alltag integrieren lässt, ist der erste Schritt in Richtung sportlicheres Leben. Sobald man die Freude an mehr Bewegung gefunden hat, kann man sich auch am Wochenende ‘mal an einen gemütlichen Lauf durch den Wald wagen, statt “nur” spazieren zu gehen.

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Mit hilft es außerdem ungemein, wenn ich schon am Vorabend bzw. morgens meine Sportsachen packe und sie entweder gleich zur Arbeit mitnehme oder zumindest direkt zur Eingangstür stelle. Denn sobald ich auf dem Weg in’s Fitnessstudio bin, habe ich mich schon überwunden – umgedreht bin ich noch kein einziges Mal.

Wann also mit den Veränderungen beginnen?

Die simple Antwort darauf lautet: Jetzt gleich. Denn wenn es jetzt nicht klappt, wird es auch zu Jahresbeginn nicht klappen oder am 15. Juli oder zum Geburtstag. Das klingt vielleicht etwas hart, aber: Egal wann man an der Umsetzung einer Veränderung scheitert, die Zeit war dann einfach noch nicht reif dafür. Und je eher man dies erkennt, desto einfacher fällt es schon beim nächsten Versuch.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – und der kann manchmal lang und steinig sein und manchmal aber auch geradlinig und einfach zu bewältigen. 

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Bildquelle: pexels.com

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  • hey, na das klingt ja fast nach solchen vorsätzen, die man sich zu silvester macht :).
    ich bewundere menschen, die es auch schaffen, alles durchzuziehen. ich selber habe einen schrecklichen sch**hund.
    hab ein schönes wochenende!

  • Ich habe mich doch tatsächlich in dem ein oder anderen Punkt wiedererkannt. Besonders die Sache mit dem hungrig einkaufen gehen ist mir nur allzu gut bekannt. Den Deal mit der Schokolade find ich ja super cool, kannte ich noch nicht. Sollte ich mir vielleicht auch mal angewöhnen 😉