SONNENSCHUTZ – IRRTÜMER UND MYTHEN

Vor einiger Zeit hat mich die liebe Andrea vom Gesundheits- und Lifestyle-Portal fitundgesund.at gefragt, ob Interesse an einem Gastbeitrag ihrerseits bestünde – nach kurzer Inspizierung der Website, die ich wirklich informativ und schön gestaltet finde, sagte ich zu und darf euch heute ihren Gastbeitrag präsentieren. Es geht, passend zur Jahreszeit, um das Thema Sonnenschutz.

Andrea wird euch nachfolgend über Mythen und Irrtümer in Zusammenhang damit aufklären – aber lest doch einfach selbst:

Sonnenschutz: Irrtümer und Mythen

Rund um das Thema Sonnenschutz existieren zahlreiche Mythen. Wir enttarnen die häufigsten Irrtümer und sorgen für einen ungetrübten Sonnenspaß.

Mythos Nr. 1: Vorbräunen auf der Sonnenbank schützt vor Sonnenbrand.

Oftmals herrscht die Annahme, dass regelmäßige Besuche im Solarium unsere Haut an die Sonne gewöhnen. Aufgrund der Tatsache, dass künstliche Sonnenstrahlen, wie in Solarien meist nur UVA-Licht enthalten, im natürlichen Sonnenlicht jedoch hauptsächlich UVB-Strahlen vorkommen, wird der hauteigene Schutz durch Solarienbräune nicht erhöht. Die gesundheitsschädigende Wirkung derartiger Strahlen lässt sich nur mit dem in Sonnenschutzprodukten enthaltenen UV-Filter abschwächen. Außerdem weisen Dermatologen immer wieder darauf hin, dass die Solariumbenutzung nicht unbedenklich ist. So lassen UVA-Strahlen die Haut schneller altern, machen sie schneller faltig und schrumpelig, außerdem kann UVA-Strahlung, wie auch UVB-Strahlung, zu Hautkrebs führen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mythos Nr. 2: Bei wolkenverhangenem Himmel, im Schatten und im Wasser ist kein Sonnenschutz erforderlich.

Ein Trugschluss, wenn man bedenkt, dass etwa 70 bis 90 Prozent der UV-Strahlung durch die Wolken dringt und uns im Schatten immerhin noch 50 Prozent davon erreichen. Auch beim Schwimmen in normaler Schwimmtiefe gelangen 60 Prozent der Strahlen auf die Haut. Damit es auch im Schatten und Wasser nicht zum Sonnenbrand kommt, ist ein ausreichender Schutz unerlässlich. Wissenswerte Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten von Sonnenbrand findest Du auf fitundgesund.at.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mythos Nr. 3: Nur helle Hauttypen müssen Sonnenschutz benutzen.

Diesen Irrglauben vertreten vor allem dunkle Hauttypen häufig. Allerdings sollten sich auch mediterrane Typen, trotz ihrer hautbedingten längeren Eigenschutzzeit, nicht gänzlich ohne Schutz der Sonne aussetzen. Denn Sonnenpräparate schützen auch vor Hautkrebs – und der kann sich bei allen Hauttypen entwickeln.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mythos Nr. 4: Kleidung schützt vor Sonne.

Diese Aussage kann nur bedingt bestätigt werden. Einerseits ist ein T-Shirt besser als gar kein Sonnenschutz, andererseits durchdringen die Sonnenstrahlen beinahe alle Stoffe. Dabei gewähren gerade die im Sommer so beliebten Materialien aus Leinen, Viskose und Baumwolle den geringsten Schutz, während chemische Fasern, beispielsweise Polyester, immerhin einen Lichtschutzfaktor von etwa 30 bieten. Allerdings verhält sich dieser Wert farbabhängig. Hier gilt: Je dunkler die Kleidung, desto höher ist der Lichtschutzfaktor. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt spezielle Sonnenschutzbekleidung. Dank imprägnierter Lichtschutzsubstanzen gelangt fast keine UV-Strahlung an die Haut. Die mit dem „UV-Standard 801“ Prüfsiegel versehene Bekleidung ist besonders für (Klein-) Kinder und Sportler empfehlenswert.

Mythos Nr. 5: Im Auto wird kein Sonnenschutz benötigt.

Die wenigsten Autofahrer denken an Sonnenschutz. Selbst Berufskraftfahrer vernachlässigen ihn fast durchgängig. Dabei sind derartige Maßnahmen gerade bei längeren Fahrten absolut notwendig. Schließlich gelangen zwischen 60 und 80 Prozent der gefährlichen UV-Strahlen durch die Seitenscheiben ins Auto. Die Windschutzscheiben lassen zwar nur etwa 2 Prozent hindurch, dafür erreichen den Fahrer dort aber die langwelligen UVA-Strahlen, die eine schnellere Hautalterung erzeugen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mythos Nr. 6: Mehrmals eincremen verlängert den Sonnenschutz.

Diese weitverbreitete Annahme ist absolut falsch. Der Mensch kann, ohne dass er einen Sonnenbrand riskiert, abhängig von seinem Hauttyp ohne Sonnenschutz zwischen fünf bis 30 Minuten in der Sonne verbringen. Die Zeit, die wir uns mit Lichtschutzfaktor der Sonne aussetzen dürfen, errechnet sich aus der Eigenschutzzeit multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor. Dazu ein Beispiel: Benutzt eine Person mit einer Eigenschutzzeit von 20 Minuten ein Sonnenschutzprodukt mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) 15, beträgt die geschützte Aufenthaltsdauer in der Sonne 5 Stunden (20 Minuten x 15 = 300 Minuten). Dabei ist es egal, wie oft der Sonnenschutz aufgetragen wird, denn der Lichtschutzfaktor bleibt unverändert. Dennoch ist das Nachcremen unvermeidlich. Denn der Schutz kann nachlassen, etwa durch Wasserkontakt oder durch starkes Schwitzen. Dermatologen empfehlen deshalb, Sonnenschutzpräparate im Abstand von etwa zwei Stunden aufzufrischen. Dies gilt auch für wasserfeste Produkte, da hiervon etwa 80 Prozent beim Abtrocknen im Handtuch verbleiben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mythos Nr. 7: Die Sonnencreme vom Vorjahr schützt noch sicher.

Sonnenschutzpräparate verfügen über ein aufgedrucktes Haltbarkeitsdatum. Ungeöffnete Erzeugnisse besitzen bis zu diesem Zeitpunkt eine unverminderte Wirksamkeit, vorausgesetzt sie wurden unter normalen Lagerbedingungen kühl und trocken aufbewahrt. Hingegen sind bereits benutze Produkte, in der Regel innerhalb von sechs Monaten aufzubrauchen. Hierbei besteht neben einem verminderten Sonnenschutz auch die Gefahr, dass sich in dem Mittel Keime und Bakterien gebildet haben.


Helena trägt auf den Fotos:

Bikini von My Marini: fair produziert in Deutschland, es werden schadstoffreduzierte Stoffe aus Italien verwendet. Der Großteil der Bademode von My Marini ist wendbar, kann also beidseitig getragen werden.

Uhr von 2nd liar: aus nachhaltigen Materialien wie Holz unter fairen Bedingungen produziert.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA


Abschließend möchte ich euch noch 3 Sonnenschutz und -pflegeprodukte aus dem Naturkosmetik-Segment empfehlen:

  1. ECO-Cosmetics Sonnenpflege Gesichtsgel LSF 30: Mineralisches Sonnengel, das keinen Film hinterlässt und für jeden Hauttyp geeignet ist. Mithilfe von Sanddorn und Granatapfel wird die Haut gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt. Das Produkt ist frei von synthetischen Lichtschutzfiltern, synthetischen Farb-, Duft -, Konservierungsstoffen, PEG, SLS, Paraben, genmanipulierten Organismen, Paraffin, Silikon, Erdölprodukten, Alkohol, Allergenen und Emulgatoren. Erhältlich auf Vegalinda.com.
  2. Ringana Sonnenschutzbalsam LSF 20: Wasserfester und nanopartikelfreier Sonnenschutz aus frischen und saisonalen Zutaten hergestellt. Kommt aus Österreich, versorgt die Haut gut mit Feuchtigkeit und hinterlässt keine weißen Rückstände.
  3. Ringana Bräunungsaktivator: After-Sun-Pflege mit intelligenten Wirkstoffen, die eine intensivere Bräune versprechen. Zieht schnell ein und pflegt sonnenstrapazierte Haut.

eco gesichtssonnencremeringana sonnencremeringana bräunungsaktivator

 

 

 

 

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.