HOW TO LIVE ETHICALLY CORRECT – EASILY

Viele von uns möchten so leben, dass ihr Lebensstil mit den Moralvorstellungen und Prinzipien, die sie für wichtig erachten, in Einklang steht. Aber das gestaltet sich nicht immer einfach. Jeden Tag sind wir umgeben von ethischen Dilemmas. Bio-Lebensmittel kaufen oder doch lieber regionale? Sich für Fair Trade-Produkte entscheiden und damit Menschen in Entwicklungsländern unterstützen, obwohl der Import mit Flugzeugen nicht gerade umweltfreundlich ist?

“Das Richtige zu tun” ist also gar nicht so leicht. Wie ihr dennoch Entscheidungen treffen könnt, die sich für euch gut anfühlen, verrate ich euch in diesem Post.

Kenne deine Prioritäten

Ethisch und moralisch korrekt zu leben beudeutet nicht für jeden das Gleiche. Wer sich z.B. für Rechte von Tieren einsetzt, wird einen vegetarischen oder veganen Lebensstil anstreben und auch bei Kosmetikartikeln darauf achten, dass die Kosmetika vegan und/oder ohne Tierversuche sind. Tierversuchsfreie Kosmetik kann dann also eine Priorität für diese Person sein, was nicht bedeutet, dass ihr Umweltfreundlichkeit egal ist. Manchmal muss man einfach entscheiden, welche Werte die wichtigeren für einen selbst sind.

Das ist vollkommen in Ordnung. Man soll sich nicht schuldig fühlen, weil man einen Kompromiss eingehen muss. Es zählt jeder kleine Schritt in die richtige Richtunge, denn wenn jeder diesen machen würde, hätte das eine enorme Auswirkung.

Kleine Schritte sind der Weg zum Glück

Das führt uns gleich zum nächsten Punkt: Kleine Schritte, die von Herzen gemacht werden, sind viel mehr wert als ein Riesensprung, der dich dann aber überfordert und unglücklich macht. Es ist viel wichtiger, die Welt ein klein wenig verbessern zu wollen, anstatt alles perfekt zu machen. So freut man sich auch viel mehr über jedes kleine Ziel, das man erreicht hat, anstatt an einem großen zu scheitern und dann die Motivation zu verlieren.

Informiere dich

Eines der wichtigsten Dinge, die man auf dem Weg zu einem “besseren” Leben tun sollte: Mit alten Gewohnheiten brechen. Ein Beispiel: Jemand kauft seine Kleidung von einer bestimmten Marke, ohne jemals Recherche darüber betrieben zu haben, ob es Alternativen gibt, weil er es eben immer schon so gemacht hat. Teurer bedeutet etwa nicht automatisch fairer produziert oder nachhaltiger. Jeder Kauf den wir tätigen und jeder, den wir nicht tätigen, macht den Unterschied.

Egal ob Bekleidungsindustrie, Lebensmittelhersteller, Kosmetika, etc. – in allen Fällen gilt: Wissen ist Macht. Man soll und darf nicht alles glauben, was Unternehmen behaupten, je mehr man sich informiert, desto besser. So kann man sich dann im Laufe der Zeit ein gutes Repertoire an Marken und Herstellern, hinter denen man steht, anlegen und seine Kaufentscheidungen bewusst treffen. Und auch hier gilt wieder: Man muss nicht nach der “Ganz oder Gar nicht”-Philosophie leben – sondern einfach bewusstere, hinterfragte Entscheidungen treffen.


Bei dem schlichten Look, den ihr auf diesen Fotos seht (danke an die liebe Vivi von Vanillaholica), stehen vor allem zwei Brands im Vordergrund: Das schwarze, toll geschnittene Shirt von Rêve En Vert und die Sandalen in coolem Camo-Look von Bahatika.

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Rêve En Vert – übersetzt “Traum in Grün”, ist ein Onlineshop für faire, nachhaltige Mode. Die Kollektionen und die Designer werden sorgsam ausgewählt, Langlebigkeit und Qualität steht im Vordergrund. Das habe ich auch gleich gemerkt, als ich das Shirt das erste Mal anprobierte – der Stoff ist wahnsinnig weich, das Shirt hochwertig verarbeitet und sitzt total gut. Ein Basic, wie es sein soll. Für jedes verkaufte Shirt wird übrigends eine bestimmte Summe gespendet, um die Fashion Revolution zu unterstützen.

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Auch neu in meiner Sommergarderobe sind die Sandalen vom österreichischen Label Bahatika. Ich bin, wie etliche andere Fair-Fashion-Bloggerinnen, ein echter Fan der veganen, in Spanien fair hergestellten Schuhmodelle. Da ich schon einige Sneakers besitze, fiel meine Wahl diesmal auf diese außergewöhnlichen Sandalen und ich kann hinsichlich Tragekomfort bis jetzt nur Positives berichten.

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  • Ein sehr schöner Post, dem ich nur zustimmen kann. Jeden Tag steht man vor der Frage, was besser ist und das Beispiel vom Obst und Gemüse ist da perfekt. Alles in allem ist es glaub ich wichtig, zu erkennen, dass man nicht alles ändern kann und nicht perfekt sein muss, aber genau wie du schreibst: Die kleinen Schritte zählen!
    Und sehr schöner Look übrigens; das Shirt und die Hose gefallen mir super gut.

    Alles Liebe,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

    • Stimmt, das musste ich auch erst lernen: Ich kann nicht alles ändern, und schon gar nicht, ohne mich komplett verbiegen zu müssen. Ich versuche, meine Entscheidungen aber eben bewusster zu fällen.
      Vielen Dank für deinen netten Kommentar, freue mich sehr 🙂
      Alles Liebe, Eva

    • Das Sprüchlein passt hier perfekt, es sind auch meist die kleinen Schritte, die dann in Summe doch zu einem großen führen.
      Danke für die Komplimente 🙂
      Liebe Grüße!

  • Super super schöner Beitrag.
    Ich finde auch, dass es nicht “den einen Weg” gibt, sondern jeder für sich wissen muss, was er tun kann und möchte und worin es seien Prioritäten sieht.
    Schön, dass du ermutigst, jede kleinste Veränderung als etwas Großes zu sehen.
    Auch die Fotos sind ganz wunderbar 🙂
    Liebst,
    Amina

    • Vielen Dank für die netten Worte! Ich bin eben der Ansicht, dass man sich nicht selbst “überwältigen” sollte, sonst kann es passieren, dass man ganz aufgibt diesen einen Weg zu gehen, weil es einen unglücklich macht. Lieber mit Etappenzielen und dafür mit Freude daran.
      Bussi, Eva

  • Stimmt, man sollte seine Prioritäten kennen. Denn sich für ALLES zu entscheiden, ist nicht so einfach. Ich selbst achte darauf, möglichst regional zu kaufen. Meine Großmutter entscheidet sich, auf meine Empfehlung hin, bei den Milchprodukten immer für die Bio- Variante, was ich sehr gut finde. Wenn es mal sein sollte, dass mir eine regionale Gemüsesorte nicht so gut gefällt, sei sie jetzt halb zermatscht oder kaputt, dann greife ich schon woanders hin. Ich wechsle mich da häufig ab, einige Dinge kaufe ich regional, einige Bio- aber importiert usw. Ich entscheide halt immer im Moment, es gibt keinen ethischen Grundsatz, dem ich mich widmen möchte. Ich mache es so, wie es mir im Moment (im Lebensmitteleinkauf) möglich ist 🙂

    Liebe Grüße,
    Tamara | brunettemanners.at

    • Das ist ein guter Weg, liebe Tamara. Man muss keinen strikten Regeln folgen, wenn es darum geht, die Welt ein klein wenig besser zu machen. Hauptsache, man macht etwas und fühlt sich wohl damit 🙂
      Liebe Grüße, Eva

    • Dankeschön für dein Kommentar 🙂 Finde es super, dass du so ehrlich bist! Und gratuliere, dass du schon Schritte in Richtung nachhaltigeres Leben gesetzt hast, genau so soll das sein. Liebe Grüße, Eva

    • Genau das ist der Punkt. Wenn man aber irgendwo wirklich mit Herz bei der Sache ist, fängt man ohnehin an sich über immer mehr Entscheidungen Gedanken zu machen.
      Liebe Grüße, Eva

  • Ich finde es sehr schön, wie du mit dem Thema umgehst. Ich finde es auch wichtig, einen ersten Schritt zu tun, denn einer ist besser als keiner. Ich finde es immer ganz schlimm wenn man dann verurteilt wird, nach dem Motto “Ganz oder Gar nicht”, wenn du nicht gleich vegan lebst, kannst du es auch lassen. Die Masse ist in meinen Augen einfach das größte Problem und dort anzusetzen, ist finde ich auch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

    Liebe Grüße, Elisa SCHWARZER SAMT

    • Genau! Das stört mich auch sehr. Anscheinend kann man nur ein guter Mensch sein, wenn man wirklich alles bis ins kleinste Detail perfekt macht. Meistens wird man aber ohnehin von Menschen verurteilt, die sich selber an der Nase nehmen könnten.
      Aber damit kann ich umgehen, Hauptsache man fühlt sich wohl damit und macht kleine Schritte in die richtige Richtung 🙂

      Liebe Grüße, Eva

  • Wirklich schöner Post. Solche Einträge sieht man eher selten, weil es wirklich ein schweres Thema ist. Das liegt daran, dass es eben so facettenreich ist, mit Tiere, Entwicklungsländer, Umwelt, etc.
    Aber generell noch… Toller Blog!

    Liebe Grüße!

    • Danke für deine Worte, liebe Nicole. Das stimmt, außerdem wollen viele nichts davon wissen und sich nicht damit auseinandersetzen, weil ohnehin schon so viel Schlimmes passiert und es dann einfach bequemer ist, sich nur mit der glitzernden Kunstwelt auseinanderzusetzen. Ich bin aber sehr froh, dass es dennoch Menschen gibt, denen diese Thematik Herzen liegt.

      Alles Liebe, Eva