Omas Dinkel-Marmorkuchen: Vegan und extra-flaumig

Marmorkuchen ganz ohne Ei – das geht? Und wie das geht! Von unserem veganen Dinkel-Marmorkuchen wirst nicht nur Du selbst begeistert sein, sondern auch Freunde und Verwandte sofort davon überzeugen, dass man auch ohne tierische Produkte naschen und genießen kann!

Meine Oma war die Queen der Mehlspeisen. Es gab kaum einen Kuchen, Knödel oder Auflauf, den sie nicht besonders flaumig und köstlich hinbekam. Mein absoluter Favorit unter ihren Mehlspeisen, als ich noch ein Kind war: Der Marmorkuchen. Flaumig in Perfektion, mit viel Kakaopulver – und auch Tage später noch genauso lecker wie am ersten Tag.

In diesem Beitrag möchten wir Dir eine abgewandelte Form ihres Marmorkuchen-Rezepts vorstellen: Unser Dinkel-Marmorkuchen kommt nämlich ganz ohne Eier und andere Zutaten tierischer Herkunft aus – geschmacklich und in Sachen Flaumigkeit steht er normalem Marmorkuchen aber definitiv in nichts nach!

Warum Dinkel? 3 gute Gründe für das gesunde Korn

Dinkel mit dem botanischen Namen „Triticum spelta“ ist eine Weizenart und nahe verwandt mit dem Weichweizen, welcher heute zu den wirtschaftlich bedeutendsten Weizenarten zählt. Dinkel hat aber viele Vorteile – drei davon möchte ich Dir in weiterer Folge nennen.

  • Dinkel eignet sich besonders gut für den Bio-Anbau

Als die landwirtschaftliche Industrialisierung fortschritt, geriet Dinkel mehr und mehr in Vergessenheit. Warum? Weizen anzubauen ist um Einiges profitabler: Es lassen sich damit bis zu 40 Prozent höhere Erträge und deutlich höhere Profite erzielen. Dies ist einerseits so, weil Dinkel in einem Extra-Arbeitsschritt vom Spelz getrennt werden muss – dieser Schritt entfällt beim Weizen. Zudem lässt sich Dinkel nicht von chemischen Düngemitteln beeinflussen, Weizen hingegen spricht gut darauf an und gedeiht auch mit künstlichen Düngern.

Aus den genannten Gründen ist Dinkel ist das ideale Getreide für die Bio-Landwirtschaft: Sein Anbau ist zwar weniger ertragreich und in Hinblick auf Ernte und Verarbeitung ist Dinkel etwas arbeitsintensiver als Weizen. Dennoch gilt das Korn als sehr robust und wetterbeständig. So lässt es sich auch auf wenig fruchtbaren, steinigen Böden bis in etwa 1.000 Meter Höhe anbauen. Auch Wasserschutzgebiete eignen sich zum Anbau von Dinkel, da er ohnehin nicht mit Kunstdünger versetzt werden kann.

Auch die Spelzhülle verursacht nicht nur einen lästigen Arbeitsschritt, weil sie entfernt werden muss: Sie schützt während dem Wachstum vielmehr das Korn vor Schädlingen, Pilzen und vielen anderen Umwelteinflüsse. Diese Hülle ist also mit ein Grund, warum Dinkel so widerstandsfähig ist.

  • Basische Ernährung: Dinkel ist ein „guter“ Säurebildner

Wirklich basisch ist Dinkel nur, wenn er – wie auch bei allen anderen Getreidearten – lange gekeimt wurde. Aber auch ohne den langen Keimvorgang kann Dinkel seinen Beitrag zur basenüberschüssigen Ernährung leisten: Nach dem Säure-Basen-Modell wird er zu den „guten Säurebildnern“ gezählt.

Um vital und gesund zu bleiben, benötigt der Organismus nämlich nicht nur basische Lebensmittel, sondern auch die „guten Säurebildner“. Optimal wäre eine Form der Ernährung, die zu 80 % aus basischen Lebensmitteln und zu 20 % aus „guten Säurebildnern“ besteht. Mehr zum Thema basenüberschüssige Ernährung kannst Du hier nachlesen.

  • Dinkel ist kaum radioaktiv belastet

Nach der Tschernobyl-Katastrophe wurden radioaktive Messungen an Getreidearten durchgeführt. Diesen Messungen zufolge ist Dinkel nur minimal belastet, vor allem im Vergleich zum Weizenkorn. Auch hier wird vermutet, dass die Spelzhülle das Korn so gut schützt, dass schädliche Umwelteinflüsse einfach nicht eindringen können.

Ein dritter guter Grund also, das sehr ursprüngliche Getreide Dinkel dem mittlerweile leider schon stark belasteten und häufig genmanipulierten Weizen vorzuziehen.

Flaumiger Dinkel-Marmorkuchen – ganz ohne Ei und Milch

Veganer Dinkel-Marmorkuchen ohne Zucker, vegan backen mit gesunden Zutaten

Zutaten für eine Gugelhupf-Form:

400 g Dinkelmehl

350 ml Mandelmilch

6 EL rohes, ungezuckertes Kakaopulver (bestenfalls in Bio-Qualität. Warum? Das erfährst Du in diesem Rezeptbeitrag)

4 weitere EL Mandelmilch

220 g Birkenzucker
Wichtiger Hinweis: Birkenzucker bzw. Xylit ist für Hunde giftig und kann  ab einer gewissen Dosis unter anderem zu Leberversagen, Darmblutungen oder Hypoglykämie führen. Daher Birkenzucker und Speisen, in denen er enthalten ist, bitte immer gut verschlossen und unzugänglich für Tiere lagern.

Mark einer halben Vanilleschote

130 ml Rapsöl (oder ein anderes neutral schmeckendes Öl)

1 Pkg. Backpulver

2 EL Kartoffelstärke

eine Prise Salz

1 El Apfelessig

Veganer Dinkel-Marmorkuchen ohne Zucker, vegan backen mit gesunden Zutaten

Zubereitung:

Der Dinkel-Marmorkuchen ist kinderleicht zuzubereiten: Zuerst den Backofen auf 160°C Heißluft vorheizen und auch gleich die Gugelhupf-Form mit etwas Kokosfett einfetten und bemehlen.
Dann alle trockenen Zutaten vermengen. Mandelmilch und Öl mit dem Mixer zuerst etwas aufschäumen, danach Essig hinzugeben. Die trockenen Zutaten in die Öl-Milch Mischung hineinsieben und dabei gut verrühren.

Einen Teil des Teiges in eine zweite Rührschüssel geben und mit dem Kakaopulver und – je nach Cremigkeit der Teiges – noch mit etwas Mandelmilch mischen. Danach abwechselnd einmal den hellen Teig und einmal den dunklen Teig in die Form schichten. Für das charakteristische Muster des Marmorkuchens einfach mit einem Stäbchen oder mit einer Gabel durch die Masse fahren.

Zu guter Letzt die Form in den Ofen geben und für etwa 60 Minuten backen – gegen Ende die Stäbchenprobe nicht vergessen!

Aus der Form holen, auskühlen lassen und genießen!

Veganer Dinkel-Marmorkuchen ohne Zucker, vegan backen mit gesunden Zutaten

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