VEGAN CHOCOLATE RASPBERRY TARTELETTES

Die Verwendung lokaler, biologisch angebauter Lebensmittel und die Vorteile veganer bzw. vegetarischer Lebensweise beschäftigen Helena und mich nun schon seit längerer Zeit. Nicht umsonst versuchen wir den Großteil unsere Rezepte auf dem Blog zuckerreduziert sowie frei von tierischen Inhaltsstoffen zu präsentieren. Heute gibt es wieder Nachschub für alle Naschkatzen unter euch: Wir stellen euch das Rezept für Vegan Chocolate Raspberry Tartelettes vor.

Auch wenn wir es noch nicht immer ganz schaffen, diese Ernährungsweise, die Körper und Umwelt gut tut im Alltag immer perfekt umsetzen – so versuchen wir dennoch so gewissenhaft wie möglich zu konsumieren. Eben auch oder besonders dann, wenn es um das Thema Ernährung geht.

Edit: Diese Tartelettes heißen nun nicht mehr „raw vegan“, da mich ein aufmerksamer Leser auf hinwies, dass es kaum Kokosmilch in Rohkostqualität gibt.

Die bittere Ernte: Kakao – Das schmutzige Geschäft

Bei süßen Rezepten gestaltet sich das Einbringen von lokal angepflanzten Lebensmitteln nicht immer ganz einfach. Kakao wächst bekanntlicherweise nicht in unseren Breitengraden und auch gesunde Öle, wie das allseits beliebte Kokosöl kommen von weit her. Gerade bei solchen Produkten hat es absolute Priorität, auf die Qualität und die Bedingungen des Anbaus sowie Handels zu achten. Um es am Beispiel des Kakaoanbaus aufzuzeigen: Der Kakaoanbau bildet für Millionen von Bäuerinnen und Bauern in den ärmsten Ländern der Welt die Haupteinnahmequelle. Die betroffenen Bauern und Bäuerinnen stehen jedoch vor großen Herausforderungen:

Sie erhalten kein existenzsicherndes Einkommen und leben in Armut, häufig sogar weit unter der Armutsgrenze. Kinderarbeit unter schlimmen Bedingungen ist vor allem in Westafrika immer noch ein großes Problem. Die schlechte Einkommenssituation bewegt immer mehr junge Menschen dazu, aus ihrer Heimat auszuwandern, da sie keine Zukunft im Kakaoanbau sehen. Ein weiteres Problem: Der Weltmarktpreis für Rohkakao gilt als besonders anfällig für Schwankungen.

Menschen in den ärmsten Ländern der Welt unterstützen: Bio- und Fairtrade-Siegel

Mit jeder Kaufentscheidung und mit jedem Produkt, das wir kaufen und das von dort stammt, können wir die Bauern und Bäuerinnen unterstützen. Fairtrade- und Bio-Siegel sind hier ein guter Anhaltspunkt – Kinderarbeit wird damit ausgeschlossen und es gibt existenzsichernde Löhne sowie geregelte Arbeitszeiten. Außerdem erhalten die Menschen Zugang zu Beratung und Krediten, um für ihre Familien sorgen zu können.

Es gibt es mittlerweile schon einige Anbieter, die die Rohstoffe unter Einhaltung der FairTrade-Standards direkt von den Produzenten beziehen und die zudem aus biologischem Anbau stammen. Unser Favorit unter den Kakaopulvern in Bio- und Fairtrade-Qualität, ist das von koawach (hier haben wir schon einmal ein Brownie-Rezept mit den Kakaopulvern von koawach gezaubert). Koawach hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die Welt ein wenig nachhaltiger, fairer, schmackhafter und munterer zu machen – das gelingt mit der Extraportion Guarana, einem natürlichen Muntermacher, der in ihren Kakaopulvern enthalten ist.

Passend dazu hat sich Helena für diesen Beitrag ein Rezept für alle Kakao- und Schokoladenfans überlegt:

Die vegane Versuchung: Chocolate Raspberry Tartelettes

Zutaten für 8 kleine Tartelette-Förmchen:

Für den Boden:

175 g Datteln entsteint

90 g Kokosflocken

40 g Haferflocken

35 g rohes Kakaopulver

1 TL Vanilleessenz

eine Prise Salz

Für die Schokoladen-Ganache: 

85 g dunkle Schokolade (mit mehr als 70% Kakaoanteil)

35 g rohes Kakaopulver

120 ml Kokosöl

180 ml Kokosmilch

1 TL Vanilleessenz

1 EL Agavendicksaft – gern auch etwas mehr oder weniger, je nach Belieben

Frisch und fruchtig: Leckere Chocolate Raspberry Tartelettes

Zubereitung:

Kokosflocken, Haferflocken, Kakaopulver, Salz und Vanilleessenz in eine Küchenmaschine oder einen Hochleistungsmixer geben und kurz durchmixen, bis eine glatte Mischung entsteht. Dann die Datteln etwas zerkleinern und ebenfalls in die Küchenmaschine geben. Das Ganze so lange mixen, bis eine klebrige Masse entsteht. Man kann die Datteln auch seperat mixen, falls es nicht so gut klappt oder die Küchenmaschine zu schwach ist. Danach dann einfach alles in einer Schüssel durchkneten und gut vermischen.

Weiter geht´s nun mit den Tartelette-Förmchen: Die müssen mit ein wenig Kokosöl ausgepinselt werden, sonst lässt sich die Masse später nicht vom Rand lösen. Die Förmchen relativ dünn mit dem Teig auskleiden und im Kühlschrank einige Zeit kühlstellen.

Für die Füllung wird dann die Schokolade zerkleinert und in eine Schüssel gegeben. Anschließend die Kokosmilch mit dem Kokosöl in einem Topf erhitzen bis es leicht blubbert. Die Milch-Öl-Mischung über die Schokolade in der Schüssel gießen und für etwa 2 Minuten schmelzen lassen.

Danach Kakaopulver, Vanilleessenz  sowie Agavendicksaft zugeben und verrühren. Zu guter Letzt die Füllung in die gekühlten, mit Teig ausgekleideten Förmchen füllen und für 2-3 Stunden im Kühlschrank nochmals richtig durchkühlen lassen. Mit Himbeeren dekorieren – und die köstlichen Chocolate Raspeberry Tartelettes genießen 🙂

Vegan Chocolate Raspberry Tartelettes

Kalorienreduzierte Chocolate Raspberry Tartelettes

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  • Das sieht wirklich sehr appetitlich aus, ist aber, wenn man das Rezept befolgt nicht wirklich „raw“. Zum Einen wüßte ich nicht, das es Kokosmilch in Rohkostqualität zu kaufen gibt. Zum Anderen, wenn man etwas auf den Herd erhitzt bis es blubbert, dann kocht es und ist ganz sicher nicht mehr roh!

    Ich würde das Rezept, für eine echt rohköstliche Variante, folgendermaßen abwandeln:
    Die Kokosmilch und das -öl komplett durch Kokosmus ersetzen. Das gibt es in Rohkostqualität und ich habe außerdem etwas weniger Fett. Ich mag diese isolierten Fette nicht mehr, aber man könnte auch nur die Milch durch Mus ersetzen…
    Dann würde ich die Masse im Wasserbad oder im Dörrgerät auf max. 40°C erhitzen, das reicht locker um alle Zutaten zu schmelzen 😉