NEUES FAIR FASHION OUTFIT & GEDANKEN ZU FAIR FASHION

Irgendwann, viele Jahre ist es her, habe ich in dem Etikett meines Pullovers gelesen: Made in China.

Damals dachte ich, noch nicht der englischen Sprache mächtig, jemand hätte sich versehentlich vertippt und eigentlich gemeint, dass dieser Pullover in China als sehr modisch gilt, also quasi „Mode in China“.
Es waren aber nicht nur meine nun vorhandenen Englischkenntnisse, die mich in Sachen Kleidungskauf umdenken ließen, sondern die Erkenntnis auf welche Art und Weise Arbeiter und Arbeiterinnen in Textilfabriken ausgebeutet werden. Menschen wie Du und ich. Unter Umständen, nicht menschenwürdig, die Lungen voll von Chemikalien, in Fabriken, deren Statik wahrscheinlich noch nie überprüft und die mit geringsten finanziellen Mitteln erbaut wurden, zu einem Hungerlohn, ackern diese bedauernswerten Personen den ganzen langen Tag. Um sich und ihre Familien irgendwie am Leben zu erhalten.

Ich will hier für niemanden sprechen. Aber. Ich finde, das ist kein lebenswertes Leben.

Nur dadurch, dass immer mehr Menschen die in solchen Fabriken und Ländern hergestellten Produkte nicht kaufen, kann ein Statement gegen diese Ausbeutung, meines Erachtens nach häufig schon moderne Sklaverei, gesetzt werden und auch den Menschen, die nicht im Überfluss leben, ein lebenswertes und würdiges Leben ermöglicht werden.

Dafür muss man natürlich nicht seinen gesamten Kleiderschrank leeren und ihn stattdessen nur mit neugekauften, fair produzierten und/oder nachhaltigen Teilen füllen. Das würde der Umwelt natürlich wenig zuträglich sein, also dem Gedanken der Nachhaltigkeit und Fairness widersprechen – denn: Um allen Menschen auf dieser Welt ein lebenswertes Leben zu ermöglichen, muss auch unsere Flora und Fauna sowie das Klima intakt bleiben.

Was man aber dafür tun kann: Weniger konsumieren, gewissenhafter konsumieren und vor allem mit einem guten Gewissen. Denn wie schon erwähnt: Nicht nur die Menschen, die unsere Kleidung herstellen, leiden unter unserem Konsumverhalten. Auch unsere Umwelt tut es. Und Umwelt geht uns alle etwas an.

Zudem kann man Kleidungsstücke, die nicht mehr zeitgemäß sind oder man nicht mehr trägt verschenken oder verkaufen, um die Artikel so nach und nach durch nachhaltige, faire Mode zu ersetzen zu können.

Denn – und ich denke, so geht es Vielen: Nachdem mir aufgefallen ist, wie viele Kleidungsstücke ich ohnehin nie anziehe, habe ich mich entschieden, lieber zwei hochwertige Teile zu haben als zehn qualitativ grauenvolle, die nach 2 Wäschen eingehen und von deren Produktionsbedingungen man gar nicht sprechen mag – es aber definitiv tun sollte.

Fair Fashion Outfit mit Boyfriend Jeans von ARMEDANGELS, Shirt von LovJoi und Sneakers von Veja

Den Look, den ich euch auf den Fotos präsentiere, habe ich bewusst schlicht gehalten – denn so fühle ich mich einfach am wohlsten. Als Teenie konnte ich von zentnerschweren Armreifen und riesigen Creolen mit Blingbling gar nicht genug bekommen – mittlerweile achte ich eben lieber auf Qualität statt Quantität und entscheide mich bewusst für langlebige Kleidungsstücke in zeitlosen Schnitten, auch wenn sie ein wenig mehr kosten. Dieses Geld investiere ich – damit unser Planet und die Menschen darauf weiterhin bestehen können.

OUTFIT DETAILS:

Weißes T-Shirt mit Stehkragen: hier von LovJoi (aus Bio-Baumwolle, hergestellt in Deutschland von syrischen Flüchtlingen)

Boyfriend-Jeans: hier von ARMEDANGELS (aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle, die Kleidung wird unter fairen Bedingungen in Portugal gefertigt)

Weiße Sneakers: hier von Veja (Veja Sneakers werden aus nachhaltigen Materialien und unter fairen Arbeitsbedingungen in Brasilien gefertigt)

Satchel-Bag in Taupe: hier von The Cambridge Satchel Company (in Großbritannien gefertigt)

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  • Deine Boyfriend-Jeans von ARMEDANGELS mag ich sehr gerne, generell ist dein Outfit richtig toll. Deine Gedanken zu Fair Fashion teile ich mit dir. Ich finde es vor allem auch sehr wichtig weniger und vor allem gewissenhafter zu konsumieren.

  • Fair Fashion ist wirklich ein wichtiges Thema, an das ich immer wieder erinnert werde, wenn ich wieder einen neuen Artikel hier lese. Das finde ich einerseits gut, andererseits füttert es mein schlechtes Gewissen, wenn ich mal wieder hier und dort geguckt habe, nicht auf die Produktionsbedingungen geachtet habe und blind gekauft habe. Aber nun ja, vielleicht setzt sich dieses schlechte Gewissen ja mal etwas fester…
    Der Look ist übrigens sehr schön, schlicht geht immer 🙂
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

  • Fair produzieren ist wirklich ein wichtiges Thema! Oft fällt es jedoch sehr schwer dem zu entgehen. Das betrifft leider nicht nur die billig Ketten. Dein Vorschlag weniger zu konsumieren finde ich daher wirklich sehr gut! Auch wenn ich mich da gleich selbst an der Nase nehmen muss!
    LG Natascha

  • Mir ist die Qualität die letzten Jahre auch viel wichtiger geworden, da gebe ich auch gerne mal etwas mehr aus. Dein Look gefällt mir gut, vor allem das Shirt mit dem Stehkragen ist toll!

  • Wow, ein wirklich sehr schönes Outfit, gefällt mir wirklich gut.

    Mit deinen Worten zum Thema nachhaltige und faire Kleidung sprichst du mir übrigens voll und ganz aus der Seele:)
    Euer Blog ist nebenbei erwähnt wirklich sehr schön gestaltet.

    Ganz liebe Grüße
    Lea von Mémoires

  • Armedangels mag ich sehr. Darf ich fragen, trägst du bei der Jeans die Grösse 30? Ich bin mir nicht sicher, ob ich die 30 oder 29 bestellen soll…
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    • Liebe Karin,

      da ich sehr schlank bin, trage ich bei dieser Boyfriend-Jeans eine Größe 26. Rückblickend würde ich sie jedoch in Größe 27 bestellen, da sie mir doch etwas zu eng sitzt. Am Bund ist sie wiederum relativ weit.
      Ich würde dir aber tendenziell zur größeren Größe raten, da sie ja wegen des Schnittes e etwas lockerer sitzen soll.

      Alles Liebe,
      Eva