25 JAHRE EVA: WAS ICH BIS JETZT GELERNT HABE

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich diesen Beitrag über meine beginnende Quarter-Life-Crsis verfasst und  konnte damals noch nicht wissen, was die nächsten 12 Monate alles bringen würden. Rückblickend war das vergangene Jahr eines der intensivsten, aufregendsten, anstrengendsten und schönsten meines bisherigen Lebens. Von interessanten neuen Bekanntschaften, von denen sich manche sogar zu Freundschaften entwickelt haben über wechselnde Höhen und Tiefen innerhalb eines Monats, aufregenden Neuerungen und niederschmetternden Schicksalsschlägen war alles mit dabei.

Ich bin gewachsen und habe meinen Horizont wieder erweitern dürfen – außerdem ist mir auf’s Neue bewusst geworden, wie glücklich ich mich schätzen darf, in einem sicheren Land wie Österreich zu leben, Rückhalt von einem tollen Partner und Freunden zu bekommen und außerdem eine Familie zu haben, die mich liebt, so wie ich bin.

Trotz meines jungen Alters wage ich zu behaupten, schon Einiges erlebt und gesehen, überwunden und verdrängt, sowie reflektiert und daraus gelernt zu haben.

Anlässlich meines bevorstehenden Geburtstags (Hallo volles Vierteljahrhundert!) möchte ich 5 dieser Dinge, die ich aus meinem bisherigen Leben mitgenommen habe, mit euch teilen.

Nichts ist so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheint

Dieser Punkt liegt mir sehr am Herzen. Ich würde behaupten, dass ich während meiner Teenagerzeit eine echte „Dramaqueen“ war, die alles in Frage stellte, häufig schon im Vorfeld von Ängsten geplagt war und sich sofort angegriffen fühlte. Auch wenn ich diese Gefühle nicht immer nach außen getragen habe, kränkten sie mich häufig und machten mir nicht selten das Leben schwer.

Sei es der nächste anstehende Zahnarztbesuch, das Wiedersehen mit dem Exfreund oder die verhaute Prüfung – an vielen negativen Erfahrungen wächst man, steht sie durch und fragt sich im Nachhinein oft, wieso man sich eigentlich einen solchen Stress gemacht hat.

Investiere in bleibende Erinnerungen und Erlebnisse

Obwohl mein Vater mir immer vorgelebt bzw. versucht hat vorzuleben, dass Konsum nicht das einzig Wahre ist, war ich jahrelang ein ziemlicher Konsumjunkie. Nicht dass ich je übermäßig viel Geld zur Verfügung gehabt hätte, aber ich steckte einen Großteil davon in Fast Fashion und anderen (im Nachhinein betrachtet unnötigen) Krimskrams.

Mittlerweile investiere ich lieber seltener in hochwertige, ethisch korrekt produzierte Kleidung sowie hochwertiges, biologisch angebautes Essen und individuelle Reisen.  Reich an Erinnerungen zu sein ist mir um Einiges mehr wert geworden als reich zu sein auf dem Konto.

Es ist in Ordnung, nicht genau zu wissen, was man mit seinem Leben anfangen will

Als Kind war ich der festen Überzeugung: Jenseits der 20 habe ich einen fixen Job, den ich den Rest meines Lebens ausüben werde.

Tja, denkste.

Bedingt durch diverse Sprunghaftigkeiten in der Berufs- bzw. Schulwahl während meiner Pubertät, startete ich erst später als andere mit dem Studium und bin mir bis jetzt noch nicht hundertprozentig  sicher, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte.

Irgendwie beängstigend und spannend zugleich. Und gar nicht weiter schlimm.

Nur wahre Freundschaften bleiben erhalten

Mit der Anzahl meiner Lebensjahre sinkt die Anzahl meiner Freunde – trotz spannender neuer Kontakte gibt es nur ein paar Wenige, die schon seit Jahren an meiner Seite sind und es auch bleiben.

Man entwickelt sich persönlich weiter, meist eben auch in verschiedene Richtungen und geht neue Wege. Aber genau das ist er, der Lauf des Lebens. Taylor Swift und ihr Gefolge gibt es eben in der Realität nicht – bzw. sehr selten.

Du allein entscheidest, was gut und richtig für dich ist

Sich von anderen beeinflussen zu lassen nimmt nur in den allerwenigsten Fällen ein gutes Ende. Menschen, die sich (oft ohne böse Absichten) in euer Leben einmischen und denken, sie wüssten besser, was gut für euch ist, vergessen meistens, dass es nicht sie sind, die dieses Leben dann leben müssen.

Man selbst spielt die Hauptrolle im eigenen Leben.

Ich habe mich also dafür entschieden, das zu tun, was mich glücklich macht, auch wenn es mit dem, was uns die Gesellschaft oder irgendwelche Schwatzköpfe vorgeben, nicht in Einklang steht. Und wenn man mit dem, was man momentan macht, nicht zufrieden ist, dann reißt man sich besten am Riemen und ändert etwas daran.

Weitere Gedanken dazu findet ihr in diesem Post.

SHOP THE LOOK (100% Fair Fashion): 

 

 

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